NTFS Partitionen unter Debian


Ein jeder der Linux benutzt kennt das Problem mit den leidigen NTFS Partitionen. Um sie korrekt ins System einzuhängen bedarf es immer etwas Knowledge was gerade für Einsteiger sehr hinderlich ist.

Ich notiere hier der Einfachheit halber mal die 2 möglichen Situationen und die Möglichkeiten sie korrekt zu lösen.

Ich gehe mal davon aus,  das der Umgang mit sudo und das Auflösen einfacher Abhängigkeiten keine Probleme bereitet- man sollte also schon ein wenig mit dem System gearbeitet haben und Pakete installieren können. Zudem fokusiere ich Gnome als DE.

1. Ich habe eine Externe Festplatte mit NTFS Partitionen

Hier kann man relativ einfach zu einem Ergebnis kommen. Über die favorisierte Paketverwaltung müssen folgende Pakete installiert werden: ntfs-3g, ntfsprogs  und libntfs-gnomevfs.

Zudem muss man der Gruppe plugdev angehören, sonst darf man die Platte nicht mounten. Folgender Befehl sorgt dafür.

sudo adduser $USER plugdev

Bei externen Platten kann es manchmal zu Fehlern beim einhängen kommen die Windowsbedingt sind. Beispielsweise wird darauf hingewiesen dass die Platte nicht sauber ausgehängt wurde.

Dazu gibt es ein Werkzeug aus dem Paket nftsprogs. Man öffnet ein Terminal und sorgt mit ntfsfix für eine sauber einhängbare Platte.

Beispiel: „ntfsfix /dev/sde2“ ergibt hier (allerdings saubere NTFS Partition)

Mounting volume… OK
Processing of $MFT and $MFTMirr completed successfully.
NTFS volume version is 3.1.
NTFS partition /dev/sde2 was processed successfully.

2. Ich habe eine Interne Festplatte mit NTFS Partitionen

Hier wirds schon etwas komplizierter, ist aber machbar. Es muss die Datei /etc/fstab angepasst werden, zudem sollten die eben genannten Pakete installiert sein.

Das kann man von Hand erledigen oder ein kleines Tool für sich machen lassen (vllt ganz praktisch wenn man mehrere NFTS Partitionen auf internen Platten hat).  Hier erstmal die Zeile wenn man die Datei selbst bearbeiten will.

/dev/hda1    /media/Win2k    ntfs-3g    defaults,locale=de_DE.UTF-8    0    0

Die Alternative besteht in der Installation eines kleinen Helferwerkzeugs. Dazu sollte man auf jedenfall das Paket make und mind. python 2.6.0 installiert haben, Zugehörigkeit zur Gruppe src ist auch wichtig. Als nächstes holt man sich hier den neuste Sourcecode und speichert diesen in /usr/src (Hier darf nur ein Benutzer der Gruppe src schreiben, d.h. „sudo adduser $USER src“ zur Kontrolle) und entpackt ihn anschließend. Dies kann man im Terminal in einer Zeile durchführen.Das Beispiel wird als Benutzer durchgeführt!

cd /usr/src; wget http://flomertens.free.fr/ntfs-config/download/source/ntfs-config-1.0.1.tar.gz; tar xfz ntfs-config-1.0.1.tar.gz

Nun wechselt man in das erstellte Verzeichnis, führt configure und make als Benutzer aus, die finale Installation ist nur als Root möglich.

cd ntfs-config-1.0.1/;./configure; make; sudo make install;

und das Programm ist kompiliert und installiert!

Mit „sudo ntfs-config“ kann es ausgeführt werden und entsprechende Einstellungen wie *schreibbar* können festgelegt werden.

Wenn man es geschafft hat, darf man sich natürlich freuen! 🙂

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